ANGHU

 

ANGHU // Das offene Feld
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ANGHU – ANGST
[von indogermanisch „beengend“, ab dem 8.Jh. althochdt. „angust“]

Von und mit Claudia van Hasselt, Nicolas Wiese, Lotte Greschik und Marianne Heide

2020/21 begeben wir uns als Kollektiv in einen inhaltlich-formalen Diskurs zum Thema Realitätsverlust.
Inhaltlich fokussieren wir dabei sowohl den Verlust individueller Realitäten als auch den von gemeinsam, gemeinschaftlich definierten Realitäten.
In der Pandemie ist der sozial, politisch und finanziell gesicherte Raum vieler bedroht. Hinzu kommen das Auseinanderbrechen analoger Kommunikationsformen und der Zerfall entsprechender, jahrelang gewohnter Kommunikationsparameter.
Unvermittelt finden wir uns in einem bisher ungewohnten,
unübersichtlichen, nicht klar definierten digitalen Raum wieder.

Die mangelnde Synchronizität von räumlichem und sinnlichem Erleben führt zu Vereinzelung und Isolation des Individuums – zu ANGHU/ANGST.

Gleichzeitig sehen wir die Chance, gerade in diesem sich neu erschließenden digitalen Raum ein bislang nicht definiertes OFFENES FELD zu beschreiten.
Der Versuch, die Dualität von Oberfläche und Raum aufzulösen relativiert auch unsere Limitierung auf ein gewähltes Format: Am Inhalt orientiert wählen wir frei zwischen allen uns zur Verfügung stehenden Formaten, einschließlich des von uns entwickelten Para-Streamings. Im Para-Streaming werden Verschiebungen von Zeit, Raum und dem Verhältnis digitaler und analoger Ebenen flexibel behandelt.

ANGHU // DAS OFFENE FELD:
24 Miniaturen / Momentaufnahmen, Klangkompositionen, Videoarbeiten, Interviews, Inszenierungen in Live-Übertragung und Pseudo-Live-Übertragung (>Para-Streaming), im Dezember 2020 nach einem festgelegten Muster und in täglichem Rhythmus online gestellt.
Jeweils ein Mitglied von FrauVonDa ist federführend: die Verzahnung von kollektivem und individuellem Prozess gibt der Arbeitsweise von FrauVonDa eine neue Richtung.