Vita

Claudia van Hasselt

Claudia van Hasselt studierte an den Musikhochschulen Köln und Hannover Operngesang auf Diplom.  Zu ihrem umfangreichen Solorepertoire zählen zahlreiche Uraufführungen, u.a. von Johannes Schöllhorn, Wolfgang von Schweinitz, Sergej Newski, Sarah Nemtsov, Sebastian Elikowski-Winkler, Arne Sanders, Wolfgang Rihm, Sofia Gubaidulina, Carola Bauckoldt, Lera Auerbach und Thomas Jennefeldt.
Sie widmet sich regelmässig experimentellen Kunstprojekten, wie z.B. in der Zusammenarbeit mit dem französischen Künstler Saâdane Afif.

Bei zahlreichen Verpflichtungen in Opernproduktionen und bei Festspielen wie der Ruhrtriennale, der Märzmusik Berlin, im Konzerthaus Berlin, an der Staatsoper im Schillertheater und an der Deutschen Oper Berlin arbeitete sie solistisch u.a. mit Jonathan Stockhammer, Peter Eötvös, Manuel Nawri und Titus Engel. 2013 gründet sie mit  Lotte Greschik, Nicolas Wiese und Marianne Heide FrauVonDa//storytelling in music und Gäste. Über Genregrenzen hinweg leuchten sie historisches Material aus der Perspektive von Einzelschicksalen aus, und stellen dieses im Kontext der Gegenwart dar. So entstehen originäre Kleinstopern als Collagen aus historischem und zeitgenössischem Material. Im Dezember 2016 startete die von Claudia van Hasselt mit ins Leben gerufene Konzertreihe für Neue Vokalmusik running,out:of;words in Berlin. Seit 2016 widmet sie sich der Erforschung der gemeinsamen Wurzeln von persischer und westlicher Musiktradition. Sie arbeitet seitdem eng zusammen mit Amen Feizabadi, der für ihr Stück Taximusic erstmalig in einer Auftragskomposition die Gesangsstile beider Musiktraditionen verband. 2018 gründet Claudia van Hasselt mit der Musikethnologin Yalda Yazdani, im Anschluss an einen ersten Workshop in Isfahan, das Netzwerk FemaleSingersUnited. Es widmet sich explizit der Zusammenarbeit traditioneller persischer Sängerinnen mit deutschen/europäischen Sängerinnen und Musikerinnen. Dabei streben sie einen intensiven fachlichen und künstlerischen Austausch an. Seit 2018 ist Claudia van Hasselt Vorstandsvorsitzende der initiative neue Musik Berlin.

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Lotte Greschik

Lotte Greschik studierte Musik und Bewegung sowie Musikpädagogik sowie an der Universität der Künste Berlin. 2009 erhielt sie ein Nachwuchsförderungsstipendium (NaFöG) der UdK Berlin.

Als Musiktheater-Regisseurin verfolgt sie Inszenierungsexperimente mit Opern des sog. Standradrepertoires. Hierbei spielen Irritationen der Originalpartituren wie drastische Reduzierung der Besetzung, Montage, Aufführungen an ungewöhnlichen Orten eine tragende Rolle, mit dem Ziel ein Neues Hören und Sehen alt bekannter Werke anzuregen. („La Traviata Exit“ und „Madame Butterfly ́s Möglichkeiten“, 2010 und 2011 im Heimathafen im Saalbau Neukölln Berlin).

Bei Inszenierungen von zeitgenössischem Musiktheater war sie beteiligt an vielen Uraufführungen, z.B. „Echos“ (UA 2011 Radialsystem Berlin und Centre Pompidou Paris), „Kafkaskop“ (UA 2012, Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin), „Cembaloille“ (UA 2013, TAK Berlin). Hier sollen Bühnenhandlung und Bildsprache Räume schaffen, in denen sich bisher ungehörte, bisweilen schwierig zugängliche Musik entfalten kann und die das Zuhören unterstützen. Bilder, Filme oder Texte werden oft live mitgesteuert und stehen in permanenter Beziehung zur Musik.

Mit Claudia van Hasselt verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit, beginnend mit der Inszenierung der Kammeroper „Herzland“ von Sarah Nemtsov (2009 mit dem Orchester am Jakobsplatz, München).

NICOLAS WIESE

NICOLAS WIESE ist ein audiovisueller Künstler, Diplom-Grafikdesigner und Elektronikmusiker/-komponist.
Er studierte Philosophie und Soziologie an der Universität Hamburg, Illustration und Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg (Fachbereich Gestaltung) und Sound Studies an der UdK Berlin.

Seine Arbeiten fokussieren sich u.a. auf Installationen und raumbezogene Aufführungen, elektroakustische Kompositionen sowie improvisierte Musik.

Der widersprüchliche und suggestive Kommunikationsgehalt medialer Bilder sowie deren Distribution und Wahrnehmung sind wiederkehrende Themen. Dabei spielen Sprache und Schrift, Architektur und Raumwirkung, gebrochene Nostalgie und komplexe Abstraktion zentrale Rollen. Seine Stop-Motion-Collage-Videoarbeiten, detailreich und im Wortsinne vielschichtig, spielen mit Transparenz und Opazität wie auch mit der Zeitwahrnehmung.

Ausstellungen, Aufführungen, Screenings unter anderem bei der Teheran Annual Digital Art Exhibition (Iran), Festival Sonikas Madrid (SP), Imprimerie Basel (CH) British Film Institute London (GB), Altera! Festival, Perditempo Neapel (IT), Festival HörenSehen / Berlinische Galerie, REM / Konzerthaus Berlin, PODIUM Festival Esslingen.

nicolaswiese.com

MARIANNE HEIDE

MARIANNE HEIDE ist freischaffende Kostümbildnerin.
Nachdem sie sich in ihrer Jugend intensiv dem Tanz hingab entschied sie sich für ein Leben hinter der Bühne. Sie absolvierte eine handwerkliche Ausbildung zur Schneiderin um anschließend Kostümbild an der UdK Berlin zu studieren. 2012 erhielt sie ihr Diplom mit Auszeichnung.
Neben Arbeiten für klassisches Sprechtheater gilt ihr besonderes Interesse Tanzprojekten und performativen Formaten. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt in ihren Fotografien von theatral inszenierten Figuren in öffentlichen Räumen.

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